Das Buch

December 28, 2010 § Leave a comment

Das erste und gleichzeitig prägendste Piraten-Buch aller Zeiten wurde erstmals 1678 im holländischen Original unter dem Titel »De Americaensche Zee-Rovers« in Amsterdam veröffentlicht. Es zeichnet sich durch eine klare, schnörkellose Sprache, einen enormen Faktenreichtum und präzise Detailbeschreibung aus. Aus diesen Gründen, und weil es schlichtweg das erste Buch war, das Normalsterblichen einen Einblick in die Welt der Piraten gab, wurde es schnell zum Bestseller und in alle wichtigen europäischen Sprachen übersetzt. Bis heute hat es das Bild des Piraten im allgemeinen Bewusstsein, Literatur, später Film und Populärkultur am nachhaltigsten beeinflusst. Die hier vorliegende Ausgabe geht auf die 1684 erschienene erste englische Auflage zurück, wurde nur leicht überarbeitet und ist dennoch außerordentlich gut lesbar. « Read the rest of this entry »

Advertisements

Goldenes Zeitalter der Piraterie

December 27, 2010 § Leave a comment

[aus Wikipedia]
Die Redewendung vom Goldenen Zeitalter der Piraterie wurde bereits 1724 von Captain Charles Johnson in seinem Buch A General History of the Pyrates eingeführt. (Hinter dem Pseudonym wird übrigens zuweilen der Schriftsteller Daniel Defoe vermutet.) Seitdem bezieht sich der Ausdruck in etwa auf den Zeitraum zwischen 1690 und 1730, mit einem kurzen aber spektakulären Höhepunkt in den wenigen Jahren von 1714 bis 1722. Die heutigen Vorstellungen über die Welt der Piraten basieren aber auch wesentlich auf den Schilderungen des Alexandre Olivier Exquemelin über die Piraten und Freibeuter des 17. Jahrhunderts in der Karibik. Diese Ära trug ganz wesentlich zum romantisch verklärten oder dämonisch überzeichneten Bild des Piraten bei, wie es bis in die Gegenwart in Romanen und Hollywood-Filmen popularisiert wird.
« Read the rest of this entry »

Piraten in Somalia: "Früher waren wir ehrliche Fischer"

December 7, 2008 § Leave a comment

[nach Stern.de]
Erst wehrten sie sich nur gegen fremde Fangflotten in ihren Gewässern, dann wurde aus dem Widerstand ein Millionengeschäft. In Somalia gelten die Piraten als Volkshelden. Die ganze Küste profitiert von ihrem plötzlichen Reichtum. Von Tilman Müller, Manon Querouil, Joachim Rienhardt

Ein paar herrenlose Kamele sind in der kargen Steinwüste zu sehen. Ab und zu bewaffnete Gestalten am Rande der holperigen Piste. Nach stundenlanger Fahrt durch das Niemandsland taucht in der Ferne blassgrün der Indische Ozean auf. Und etwas später, in der flirrenden Mittagshitze, sind die Umrisse großer Frachtschiffe auf dem Meer erkennbar. Am Strand, nicht weit vom somalischen Küstenort Hobyo, wartet ein Kleinlaster. Auf der Ladefläche dunkelhäutige Männer mit Maschinengewehren und umgeschnallten Patronengürteln. Ihr Anführer hat ein altes Sweatshirt wie einen Turban um seinen Kopf gewickelt, an seiner Schulter hängt eine verrostete Panzerfaust des Typs RPG-7. Er heißt Abdullah Hassan und ist 39 Jahre alt. “Früher waren wir ehrliche Fischer, aber seit Fremde unsere Meere leer fischen, müssen wir nach anderen Wegen suchen, um zu überleben”, sagt der Mann. Er ist Chef einer Bande, die sich “Küstenwache” nennt und aus 350 ehemaligen Fischern und Milizsoldaten besteht.

« Read the rest of this entry »